Informationen zur Angststudie für Kinder (ASK-Studie)


Bei der Angststudie für Kinder (ASK-Studie) handelt es sich um eine Kooperation dreier Universitäten (Berlin, Göttingen, Heidelberg) mit dem Ziel, die psychotherapeutische Behandlung von Kindern mit Angststörungen zu erforschen und zu verbessern. Während die psychotherapeutische Behandlung von Angststörungen bei Erwachsenen und Jugendlichen mittlerweile recht gut erforscht ist, gibt es zur psychotherapeutischen Behandlung von Angststörungen im Kindesalter jedoch deutlich weniger Studien. Deshalb können an der neuen ASK-Studie nun betroffene Kinder im Alter von 7-13 Jahren teilnehmen, die an einer Störung mit Trennungsangst, Generalisierten Angststörung oder Sozialen Phobie leiden. Diesen bieten wir in Berlin, Göttingen und Heidelberg die Möglichkeit, eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch zu nehmen, die speziell auf die jeweilige Angststörung zugeschnitten ist. Hierbei arbeiten wir in Göttingen und Heidelberg mit niedergelassenen Therapeuten und verschiedenen Ambulanzen vor Ort zusammen, in Berlin finden die Behandlungen in einer Hochschulambulanz statt. Beim Studiendesign handelt es sich um eine randomisierte kontrollierte multizentrische Studie.


Studienzentren:

Zentrum Berlin:
Lokale Leiterin: Prof. Dr. Annette Streeck-Fischer
International Psychoanalytic University Berlin (IPU)
Stromstr. 3, 10555 Berlin

Zentrum Göttingen:
Studienleiterin/lokale Leiterin: Dipl.-Psych. Dr. Simone Salzer
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Universitätsmedizin Göttingen
Von-Siebold-Str. 5, 37075 Göttingen

Zentrum Heidelberg:
Lokale Leiterin: Dipl.-Psych. Dr. Annette Stefini
Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Universitätsklinikum Heidelberg
Voßstr. 4, 69115 Heidelberg


Informationen für Eltern

An der Studie können Kinder im Alter von 7-13 Jahren teilnehmen. Wenn Ihr Kind unter Ängsten leidet, können Sie uns kontaktieren und herausfinden, ob die Teilnahme an unserer Therapiestudie hilfreich sein könnte. Dies geschieht in einem persönlichen Gespräch, kann zunächst aber auch telefonisch vorbesprochen werden. Auch wenn für Ihr Kind eine Teilnahme nicht in Frage kommen sollte, werden wir Sie weiter beraten.
Bei der Behandlung im Rahmen der Studie handelt es sich um ambulante Einzel-Psychotherapie im Umfang von 25 Therapiesitzungen mit begleitenden Elterngesprächen. Zum Einsatz kommt ein etabliertes Psychotherapieverfahren, in dem die Therapeuten gründlich geschult sind. Die Therapie dauert in etwa 8 Monate und es finden wöchentliche Therapiesitzungen statt. Neben einer genauen Diagnostik zu Beginn werden auch Verlauf und Erfolg der Therapie wissenschaftlich untersucht. Termine für Erstgespräche werden mit möglichst kurzer Wartezeit (in der Regel weniger als 14 Tage) durchgeführt. Wenn Sie und Ihr Kind sich für die Teilnahme an der Studie entscheiden, nachdem wir Sie ausführlich über die Vor- und Nachteile informiert haben, kann die Therapie entweder sehr zeitnah oder aber nach einer sechzehnwöchigen Wartezeit beginnen. Die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort finden Sie hier.


Informationen für Zuweiser

Ziel der randomisierten kontrollierten Studie ist die Evaluation einer manualisierten psychodynamischen Fokaltherapie (25 Sitzungen plus begleitende Elterngespräche) im Kindesalter im Vergleich mit einer unbehandelten sechzehnwöchigen Wartegruppe. Die Wirksamkeit dieser Behandlung konnte in vorangegangen Studien bereits im Erwachsenen- und Jugendlichenalter nachgewiesen werden. Die in die Studie eingeschlossenen Patienten werden per Zufall der Behandlungsbedingung oder einer Wartegruppe zugewiesen. Auch während der Wartezeit werden die Patienten zur Zwischenuntersuchung einbestellt. Nach der Wartezeit von sechzehn Wochen werden die Patienten der Wartegruppe ebenfalls behandelt. An der Studie können Kinder im Alter von 7-13 Jahren mit der Primärdiagnose einer Sozialen Phobie, Generalisierten Angststörung oder Störung mit Trennungsangst teilnehmen.

Ausschlusskriterien für die Teilnahme sind:

  • psychotische Störungen
  • substanzbezogene Störungen
  • jede gegenwärtige oder zurückliegende klinisch bedeutsame hirnorganische Erkrankung
  • schwere körperliche Erkrankung
  • IQ < 80
  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • ausgeprägte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung
  • akute Suizidalität
  • konkurrierende psychotherapeutische oder psychopharmakologische Behandlungen

Für Fragen zur Zuweisung von Patienten kontaktieren Sie uns bitte.